Fusion und Mission: Gemeinsam vorwärts

„Sammlungsverwaltung“ (Collection Stewardship) ist der Name eines neu organsierten Komitees des Amerikanischen Museumsverbandes (American Alliance of Museums – AAM). Dieses Netzwerk unterstützt eine große Gemeinde von Museumsfachleuten, die sich für eine bessere Verwaltung der Sammlungen in Museen einsetzt. Egal wie die Berufsbezeichnung ist – Registrar, Sammlungsverwalter, Restaurator, Museumstechniker oder sonst wie – wir sind für Sie da.

Erst vereinigen wir uns, dann wird gefeiert.

„Sammlungsverwaltung“ entstand aus der Verschmelzung des Registrarkomitees des Museumsverbandes (Registrar Committee – RC-AAM) mit dem Netzwerk Kunsttransport, Sammlungsbetreuung und Ausstellungstechnik (Art Handling, Collections Care and Preparation Network). Fusion und Name wurden vom Vorstand des Museumsverbandes im März 2017 genehmigt und 2017 beim Arbeitsessen des Registrarkomitees bei der jährlichen Tagung des Museumsbundes in St. Louis verkündet.

Zuerst sollen aber all die Acronyme aufgelöst werden:
AAM: American Alliance of Museums Amerikanischer Museumsverband
RC oder RCAAM: Registrars Committee, AAM Registrarkomitee im Amerikanischen Museumsverband
Art Handling: Art handling, Collections Care and Preparation Network, AAM Netzwerk Kunsttransport, Sammlungsbetreuung und Restaurierung
CS: Collection Stewardship, AAM Sammlungsverwaltung im Amerikanischen Museumsverband
PACCIN: Preparation, Art Handling, Collections Care Information Network Netzwerk Restaurierung, Kunsttransport und Sammlungsverwaltung

Es ist hilfreich zu wissen, dass beide Gruppierungen ihre Geschichte haben. Das Registrarkomitee begann 1977 als Netzwerk der Fachleute im Amerikanischen Museumsverband. In den 1990er Jahren wurde dort eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich 1997 selbständig machte unter dem Namen AAM Professional Interest Committee, PACCIN genannt (Fachverband im Amerikanischen Museumsverband). Im Jahr 2015 machte sich PACCIN als Gemeinnütziger Verein (Steuerrecht USA § 501(c)3) selbständig und AAM bildete einen neuen Fachverband, das Art Handling, Collection Care and Preparation Network (Netzwerk Transport, Sammlungspflege und Ausstellungstechnik). Es ist diese Gruppierung, die mit dem Registrarkomitee fusionierte und so zur „Sammlungsverwaltung“ wurde.

Weshalb also die Fusion? Änderungen, die AAM seit 2012 bei der Verwaltung der Netzwerke einzelner Berufsgruppen vornahm, führten dazu, dass das Verhältnis zwischen RC und AAM neu definiert werden musste. Eine Reihe von Diskussionen über diese Änderungen fand ihren Höhepunkt in einem Runden Tisch auf dem Marktplatz der Ideen beim AAM Treffen 2016 in Washington. Damals wurde ein Ausschuss gebildet, der die Fusion voranbrachte.

Was können Sie also von dieser neuen (alten) Gruppierung erwarten? Die „Sammlungsverwaltung“ wird weiterhin die Mailingliste betreiben, Projektunterstützung bieten, ebenso Gelegenheiten zum Netzwerken und andere gern genutzte Dienste. Der Vorstand der Gruppierung wird versuchen Kooperationen mit anderen Gemeinnützigen Organisationen herzustellen, die ähnliche Ziele haben, einschließlich der Association of Registrars and Collections Specialists (ARCS – Vereinigung der Registrare und Sammlungsspezialisten) und PACCIN.

Wir sind aber noch nicht am Ziel. Das Leitbild der „Sammlungsverwaltung“ ist noch immer das von 1977, das definiert wurde, um das Berufsbild fest zu legen. Das neue fusionierte Netzwerk wird dieses Leitbild von 1977 aus verschiedenen Perspektiven betrachten. Wir müssen inklusiv sein, wir müssen ehrlich bewerten, wo sich unser Berufsstand heute befindet und wir müssen Visionen für die Zukunft entwickeln. Dafür werden Rücksprachen nötig sein. Ehe das neue Leitbild dann formal angenommen wird, werden die Mitglieder der „Sammlungsverwaltung“ noch um Zustimmung gebeten. Wir hoffen, es lange vor der jährlichen Konferenz im Jahr 2018 in Phoenix fertig und verteilt zu haben.

Wenn Sie irgendwelche Überlegungen zu diesem Projekt haben und gerne Vorschläge machen würden, dann setzen Sie sich bitte mit dem designierten Präsidenten Sebastian Encina unter sencina@umich.edu in Verbindung.

Wir sind ganz begeistert davon, dass wir hier etwas voranbringen können und begierig darauf, dass „Sammlungsverwaltung“ für uns alle etwas bewirken kann.

CSAAM Board
Der Vorstand von „Sammlungsverwaltung“ im
Amerikanischen Museumsverband

Übertragung aus dem Englischen ins Deutsche von Brigitte Herrbach-Schmidt.

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Wie katalogisiert man eine Smartphone-App?

von Paul Rowe

Some app symbolsMuseumssammlungen bestanden bisher aus physisch greifbaren Objekten, wobei der Bogen weit gespannt war, von Käfern zu Kunstwerken, von Büchern zu ganzen Archiven. Fotosammlungen bestanden aus analogen Werken – den Negativen oder Abzügen der Fotos. Die Neuzugänge der Museen bestehen aber zunehmend aus ursprünglich digitalen Arbeiten, wie Fotos, die mit einer Digitalkamera aufgenommen wurden oder Filmen, die mit dem Smartphone festgehalten wurden.

Auf unserem Nutzer-Forum bat vor kurzem jemand um Rat, wie eine Smartphone-App katalogisiert werden solle. Wie passen digital erstellte Arbeiten in den traditionellen Dokumentationsprozess der Museen? Und was fängt man mit komplexeren Erwerbungen wie einem Software-Paket oder einer App an?

Hier finden Sie in paar allgemeine Hinweise für die Inventarisierung genuin digitaler Objekte, zusammen mit ein paar Tipps für Multimediamaterial, das sie vielleicht in analoger Form haben (z. B. Spulen mit Filmen).

Verlinken Sie die Quelldateien

Wenn Sie originär digitale Arbeiten inventarisieren/katalogisieren, dann sollten Sie die Quelldateien direkt mit dem Katalog verbinden. Das wäre zum Beispiel ein hochauflösendes Foto oder auch kleinere, reduzierte Bilder, wenn das System das erlaubt. Bei einer Smartphone-App könnten es Standbilder der Benutzeroberfläche sein oder ein Trailer/Hilfevideo der App.

Vielleicht kann man auch eine Webadresse für das digitale Material verlinken, zum Beispiel zum GitHub Quellcode oder zur Wikipedia-Seite, die ein komplexeres digitales Element wie eine Smartphone-App beschreibt.

Viele Systeme erlauben auch einen automatischen Import der Metadaten der gelinkten Dateien, sodass man das Entstehungsdatum mit weiteren Details hat und ebenso Hinweise auf die nötigen Geräte, die Größenordnung und die Laufzeit.

Die genormten Katalogfelder benützen

Viele der Felder, die für traditionelle Sammlungen benützt werden, sind auch für Multimediamaterial geeignet, einschließlich genuin digitalem Material. Typische Felder, die genutzt werden können, sind zum Beispiel:

Objekt: Einfache Beschreibung, um welche Art von Material es sich handelt, z.B. Hörbuch, Smartphone-App
Maße: Wenn man die Abspieldauer nicht direkt in den Metadaten hat, dann sollte sie zusammen mit der Dateigröße im Katalog angegeben werden.
Größenkategorie: Analoges Filmmaterial wird meist in standardisierten Blechdosen verwahrt; deren Größen könnten als Standardkategorien im System angelegt werden.
Wiedergabemedien: Beschreibe die Ausrüstung, die benötigt wird, um die Aufnahme wieder zu geben oder die App zu nutzen.
Format: z.B. Digital Video Diskette, 35mmFarbfilm, iOS app
Ton: z.B. Dolby 5.1
Farbe: Technicolor
Maßstab: z.B. 4:3 oder 1200px x 900px.
Zeitangaben: Man kann die Anfangs- und Endzeit von Sequenzen oder Episoden notieren. Jede Anfangs- und Endzeit sollte einen Titel haben oder eine Beschreibung des Clips.
Besondere Merkmale: Auch Informationen zu einem kommerziellen Filmverleih oder besondere Eigenschaften eines Softwarepakets oder einer App sollten festgehalten werden.
Technische Details: alle wichtigen technischen Details wie die DVD Zone oder die Videokompression sind fest zu halten.

Medium oder Titel

Große Audio- oder Videosammlungen enthalten oft mehrfache Kopien der selben Aufnahme. Jede Kopie wird oft als Medium bezeichnet. Ein Beispiel wäre ein Film, den die Organisation als 16mm Originalkopie hat, aber auch als analoge VHS- und digitale DVD-Kopie für die Ausleihe.
Bei großen Katalogen kann es nützlich sein, die Aufnahme zu splitten, einerseits in die eigentliche Titelaufnahme und diese dann andererseits mit den Aufnahmen für die verschiedenen Medien zu verlinken. Die Titelaufnahme hält die inhaltliche Beschreibung fest (den Titel, den Urheber, wann und wo die Arbeit entstand). Die Aufnahmen für die einzelnen Medien halten die Details der Kopien fest (ihr Format, wo sie aufbewahrt werden, zu welchem Leihvorgang sie gehörten und welche Restaurierungsarbeiten ausgeführt wurden). Dies ist eine komplexere Struktur und nur nötig, wenn eine größere Anzahl von Duplikaten zu verwalten ist.

Vernon CMS

Dieser Artikel entstand als Antwort auf eine Frage, die an Vernon CMS gestellt wurde, die Katalogisierung einer App betreffend. Unsere Hinweise können bei vielen ähnlichen Katalogsystemen berücksichtigt werden. Über das Sammlungs-Management-System von Vernon erfahren Sie mehr auf der Vernon Systems website.

Paul Rowe ist CEO bei Vernon Systems, einer Softwarefirma aus Neuseeland. Vernon Systems entwickelt Software für Organisationen, die ihre Sammlungen registrieren, interpretieren und zur Verfügung stellen wollen. Paul interessiert sich besonders für Systeme auf Web-Basis in Museen und die Zunahme des öffentlichen Zugangs zur Museumsdokumentation. Manchmal kann man ihn beim Höhlenwandern sehen.

Übertragung aus dem Englischen ins Deutsche von Brigitte Herrbach-Schmidt.

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Registrar Trek bleibt in Mannheim!

picture by domeckopol via pixabay

Wasserturm Mannheim (Foto von domeckopol via pixabay)


Wenn ein Mitglied des Registrar Trek Teams an einer Konferenz oder einem vergleichbaren Event teilnimmt, um über das Projekt zu berichten, veröffentlichen wir normalerweise eine Ankündigung, die ungefähr lautet „Registrar Trek zu Gast in… (Costa Rica, Helsinki, Mailand)“. Nun, dieses Mal nehme ich an einer Konferenz in „meinem“ Museum teil, also kann ich bleiben wo ich bin: Das diesjährige Herbsttreffen der Fachgruppe Dokumentation im Deutscher Museumsbund findet vom 16. bis 18. Oktober im TECHNOSEUM statt. Ich freue mich darauf, das Blog vorzustellen und auf den Gedankenaustausch mit den Kolleginnen und Kollegen.

Das vorläufige Programm finden Sie hier:
http://www.museumsbund.de/wp-content/uploads/2017/09/fg-dokumentation-herbst-2017-vorlaeufiges-programm-online.pdf

Herzliche Grüße
Angela

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Was soll das sein: Linked Data?

Von Richard Light

PenClipartVectors via pixabay (CC0)Es kann sein, dass Ihnen schon einmal jemand begegnet ist, der (wie ich) enthusiastisch dafür plädiert hat, die Museumssammlung in der Form von Linked Data zu publizieren.
Ihre Reaktion war dann möglicherweise mit den Schultern zu zucken, zu sagen “ich weiß nicht was das ist und ich weiß nicht wie man das macht“, um sich dann der Inventarisierung und Verwaltung der eigenen Sammlung zu zu wenden.

Dieser Beitrag versucht aus kulturhistorischer Sicht zu erklären „was Linked Data sind“, welche Möglichkeiten sie bieten und warum es im Augenblick noch sehr schwierig ist, sie anzuwenden.

Das Internet als dezentrale Datenbank

Wir alle wissen, wie das Internet funktioniert. Man findet eine Seite mit Informationen, die einen interessieren, dorthin gelangt man in der Regel über eine wohlbekannte Suchmaschine. Diese erste Seite mit Suchergebnissen enthält eine Menge Links zu relevanten Seiten und man klickt einfach auf die Seiten, die einem selbst wichtig erscheinen. Auf jeder neuen Seite gibt es weitere Links, denen man folgen kann. Wenn man viel Glück hat kann das damit enden, dass man sich im Kreis bewegt. Diesen Vorgang bezeichnet man als browsen (blättern) im Internet. Das ist gut, solange es darum geht, Informationen nach zu schlagen und zu lesen, eine Seite nach der anderen.

Wenn man diese Seiten aber als Datensatz nutzen möchte (zum Beispiel, um Hintergrundinformationen zu einem Katalogeintrag hin zu zu fügen), dann stößt man rasch an Grenzen. Man kann eine (oder alle) der Webseiten mit copy und paste in die eigene Dokumentation einfügen. Aber schließlich wird man entweder eine ärgerliche Anzahl von HTML Auszeichnungen zusammen mit dem Text in den eigenen Daten haben, oder die Auszeichnungen verschwinden und aller Text wird irgendwie zusammengeschoben. In keinem Fall kann man erwarten, aus Webseiten Daten so zu extrahieren, dass sie mit dem eigenen Inventarisierungsprogramm kompatibel sind.

Auch Linked Data funktioniert wie Webseiten. Der große Unterschied ist aber, dass jede „Seite“ eine Art Datenbankeintrag ist. Man kann von einer Linked Data Seite zur nächsten blättern, so wie man zwischen Webseiten blättert. Im Endeffekt ist das Linked Data Netz eine lose verbundene Datenbank, die das ganze Internet umfasst.

URLs Nutzen um Begriffe zu definieren

Linked Data, das ist etwas, das wir nutzen können, um die Gesamtheit der Dinge, die die Welt des kulturellen Erbes ausmachen darzustellen. Es um fasst Personen, Orte, Ereignisse … und Objekte. Ein zentrales Merkmal der Arbeit mit Linked Data ist, dass jeder Begriff seine eigene unverwechselbare Kennung hat. Das ist seine Internetadresse (URL), die genau den gleichen Regeln folgt, die auch Webseiten eindeutig identifizieren.
Das zum Beispiel ist die Kennung einer Person aus dem Künstlernamen Thesaurus des Gettymuseums (ULAN) als Linked Data:
http://vocab.getty.edu/ulan/500077287
Wenn man diese URL im Browser eingibt, so erscheint eine etwas fremd anmutende Webseite, die alle über diese Person bekannten Fakten auflistet. Die Überschrift macht deutlich, dass es sich um John Gerald Patt handelt, was aus der URL nicht erkenntlich ist.

So weit, so gut, nichts Aufregendes – aber hier beginnt nun der Zauber der Linked Data. Wenn man auf einem anderen Weg die gleiche URL eingibt, dann bekommt man die dahinterstehenden Daten zurück. Ich übergehe jetzt den genauen Weg dahin1 und die technischen Details der Daten2 und stelle nur vor, wie es aussieht. Das ist ein Teil der XML-Version von John Gerald Patts Daten:

Dieses Fragment listet die verfügbaren biographischen Daten auf. Der springende Punkt ist, dass jedes biographische Faktum seine eigene Linked Data URL hat, die man dann nachschlagen kann. Zum Beispiel zeigt:

http://vocab.getty.edu/ulan/bio/4000231223

Dieses bibliographische Fragment enthält einige echte Fakten: 2 Daten und eine summarische Beschreibung. Ebenso gibt es URLs für John Gerald Patts Geschlecht und seinen Geburtsort, die man finden und die Daten übernehmen kann. Sie werden bemerkt haben, dass die Daten aus unterschiedlichen Thesauri des Gettymuseum stammen: das Geschlecht findet sich im AAT (Art and Architecture Thesaurus) und der Geburtsort im TGN (Thesaurus of Geographic Names). Das ist ein gutes Beispiel für den Umgang mit Linked Data: schon existierende Strukturen verwenden, um die Dinge auszudrücken, zu denen man etwas beitragen möchte und nicht neue erfinden.
Das wirklich erfreuliche, wenn man die Linked Data URLs in den eigenen Unterlagen benutzt ist, man bekommt zusätzliche Informationen „umsonst“. Wenn man, zum Beispiel, einen Geographiethesaurus wie Geonames 3 benutzt, dann erhält man für jeden Ort auch die geographischen Koordinaten, das heißt man kann Verteilungskarten voller Pins erstellen und es braucht dafür nur ein klein wenig Programmierarbeit.

Die eigene Sammlung als Linked Data veröffentlichen

Kehren wir also zu meinem anfänglichen Vorschlag zurück, die Informationen zu Ihren Objekten als Linked Data zu veröffentlichen. Es gibt zwei gute Gründe das zu tun: man beansprucht schon mal einen Platz für das eigene Material in der Welt der Linked Data, und man stellt eine API zur Verfügung, die andere nutzen können, wenn sie Zugang zu ihren Daten haben möchten. Ich konnte einen Versuch für Museenm in England starten und einige der Museen haben die Gelegenheit genutzt4.

Aber, worauf ich am Anfang auch hingewiesen habe, es gibt auch gute Gründe, die Sammlung nicht mit Linked Data zu veröffentlichen. Drei sind augenfällig: ich wette darauf, dass Ihr Datenbanksystem keine Unterstützung für die Eingabe von Linked Data URLs bietet; auch kann die Umgebung der Software für Veröffentlichungen im Internet Linked Data nicht nutzen, um die Webpräsenz zu verbessern und (vielleicht am wichtigsten) es fehlt noch an der Struktur bei Linked Data für die Begriffe, über die wir nun Informationen teilen wollen: Leute, Orte und Ereignisse.

Ich werde auf diese Dinge in zukünftigen Beiträgen detaillierter eingehen, in der Zwischenzeit freue ich mich darauf, auf Ihre Kommentare und Fragen zu antworten.

Richard Light ist ein Informatiker und Softwareentwickler aus England und hat sich fast sein ganzes Berufsleben lang mit Museums-Informations-Systemen beschäftigt. Er war an der Digitalisierung des Sedgwick Museums in Cambridge beteiligt, als es noch Lochstreifen und Großrechner gab und dann erarbeitet er für die Museum Documentation Association (heute: Collections Trust) Datenstandards und Datensysteme. Seit 1991 ist er selbständiger Berater im Bereich des Kulturerbes mit dem Schwerpunkt auf Markup-Sprachen und Linked Data. Er ist der Vorsitzende von Free UK Genealogy5 und besucht regelmäßig die Treffen von CIDOC6: etwas, das jeder, der in der Museumsdokumentation arbeitet tun sollte!

Übertragung aus dem Englischen ins Deutsche von Brigitte Herrbach-Schmidt.

  1. Man braucht den Kopfdatensatz der HTTP-Header-Felder
  2. Es ist RDF (Resource Description Framework, sinngemäß „System zur Beschreibung von Ressourcen“) ein Datenmodell, das auf gerichteten Graphen basiert: https://www.w3.org/RDF
  3. z.B. http://sws.geonames.org/7298484/about.rdf
  4. z.B. http://collections.wordsworth.org.uk/Object/WTcoll/id/rdf/GRMDC.C144.9
  5. http://www.freeukgenealogy.org.uk/
  6. http://network.icom.museum/cidoc/
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Summertime…

…and the livin‘ is easy…

Während manche von uns offensichtlich nicht aufhören können zu arbeiten…

(Schleichwerbung: Reibel’s „Registration Methods for the Small Museum“ wurde dank Deb Rose van Horn komplett überarbeitet und ins 21. Jahrhundert gebracht.)

…haben wir einen Kreativ-Workshop unter Einsatz von Metaplan-Technik in unserem Garten veranstaltet. Ausgehend von der Voraussetzung, dass wir weder ein Problem noch eine Lösung haben, kam dabei nach 3 Stunden intensiver Kreativarbeit und gezielter Improvisation unter Zuhilfenahme vorhandener Materialien und Werkzeuge dann das heraus:

Wir sind uns immer noch nicht sicher, welches Problem wir gelöst haben aber wir sind irgendwie stolz auf die Lösung. (Am offensichtlichsten: Alle waren der Meinung, dass, was immer das Problem sein mag, die Lösung höhenverstellbar sein muss.)

Genießen Sie den Sommer!
Angela

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Die Schuhe der Registrare – weitere Gedanken zu professionellem Schuhwerk

Working as a registrar might require unexpected skills: Like being all dressed up for the big opening and still be able to deliver a cart of desperately needed tools to the mount-maker.

Ein Registrar braucht unter Umständen ganz unerwartete Fähigkeiten: in Schale geworfen für die große Ausstellungseröffnung dennoch einen Werkzeugwagen zu den verzweifelt wartenden Kollegen bringen, die noch aufbauen.
Herzlichen Dank an Lisa Kay Adam für das Foto.

Drei Dinge ereigneten sich in den letzten vier Wochen:

  1. Ich bezog ein neues Büro und trennte mich bei der Gelegenheit von meinem allerersten Paar Sicherheitsschuhe.
  2. Meine augenblicklichen Sommer-Sicherheitssandalen starben den unerfreulichen Tod, der alle meine Sicherheitsschuhe erwartet.
  3. Ich las den Artikel zu angemessenem Schuhwerk bei Konferenzen von Janice noch einmal.

Das inspirierte mich, einen Artikel über die Arbeitsschuhe eines Registrars zu schreiben. Es ist das gleiche Problem wie bei den Schuhen für eine Konferenz – nur schlimmer. Als Registrar in einem kleinen Museum muss man in einem Augenblick ganz oben auf der Leiter stehen, um eine Glühbirne zu wechseln, im nächsten Augenblick eine Studentengruppe führen und wieder im nächsten Moment dem Präsidenten der Universität die Hand schütteln.
Als Registrar in einem großen Museum geht es einem nicht wirklich besser. Man muss viele Kilometer durch die langen Gänge laufen, auch hier Leitern ersteigen und wenn man sich im öffentlichen Bereich bewegt sollte man halbwegs präsentabel aussehen.

Jede Aufgabe erfordert eine andere Kleidung und es ist sehr wahrscheinlich, dass man verschiedene Kombinationen im Spint aufbewahrt. Begleitet werden sie von einer Armee von unterschiedlichen Arbeitsschuhen, von den Gummistiefeln für den Wassereinbruch im Keller in jedem Frühjahr bis zu den Stöckelschuhen, die zum Abendkleid für Festlichkeiten passen. Das Waffenlager der männlichen Kollegen mag im Umfang etwas kleiner sein, aber ich kenne keinen Kollegen, der mit nur einem Paar Schuhe auskäme.

There are some advantages of being a collections manager at a science and technology museum.

Sammlungsverwalter in einem Technikmuseum zu sein hat auch seine Vorteile.

Als Sammlungsverwalter in einem Technikmuseum, zu dessen Aufgaben es gehört, die Geschichte der Arbeitsbedingungen zu dokumentieren, geht es mir ein klein wenig besser. Ich beschloss vor langer Zeit, dass ich ein lebendes Beispiel für Arbeitsvorschriften bin, und deshalb trage ich in der Regel Arbeitskleidung, ganz gleich was ansteht (mit einigen wenigen Ausnahmen wie Ausstellungseröffnungen und Vorträge). Allerdings hat das eine Kehrseite:

Da ich meine Sicherheitsschuhe bei der Arbeit eigentlich immer trage, dauert es in der Regel nur ein bis eineinhalb Jahre, bis sie den Geist aufgeben. Das ist ein Problem, denn es ist unglaublich schwer Sicherheitsschuhe in Größe 37 (U.S. Größe 6 ½) zu finden. Meine allerersten Sicherheitsschuhe – die ich gerade aussortiert habe und die nun einer Prüfung unterzogen werden, ob sie in unsere Sammlung von Arbeitskleidung aufgenommen werden können – hatten nur Größe 36 (5 ½), da ich einfach keine Sicherheitsschuhe in meiner Größe auf dem Markt finden konnte. Zwei Jahre lang habe ich in zu kleinen Schuhen gearbeitet. Es waren, nach Aussage einer Freundin „die niedlichsten, kleinen Sicherheitsschuhe, die ich je gesehen habe“. Deshalb: sobald ein Paar anfängt zu schwächeln suche ich verzweifelt nach neuen Schuhen in meiner Größe. Ein anstrengendes Rennen gegen die Zeit.

Diesmal jedoch bleib ich davon verschont: Meine Nichte hat genau die gleiche Schuhgröße wie ich und sie gab mir die Sicherheitsschuhe, die sie für ihre Ferienarbeit bekommen hatte. Da sie letztes Jahr ihr Studium als Grundschullehrerin abgeschlossen hat braucht sie sie nicht mehr.

Bleiben Sie mit beiden Beinen fest auf dem Boden!
Angela

Zu Ihrer Erheiterung: eine Galerie von Schuhen, die in den Sielen starben:

light summer safety shoe
Leichte Sommer-Sicherheitssandalen, 2015 erworben. Die Naht, die Leder und Sohle verbindet öffnetet sich und das Leder riss – die Belastung war an dieser Stelle wohl zu groß, da ich oft auf meinen Zehen stehe. Um es noch schlimmer zu machen: ich brauche oft das Feingefühl der Zehen um am Gabelstapler genau richtig Gas zu geben, wenn ich eine fragile Last bewege. Ein älteres Paar von kräftigeren Sicherheitsschuhen verabschiedete sich auf genau die gleiche Weise, ich glaube das war 2007/2008.

sole of a safety boot
Gewöhnlich enden meine Sicherheitsschuhe aber, weil die Sohle so dünn wird, dass sie Löcher bekommt. Wenn man in einer Wasserpfütze steht macht sich das bemerkbar. Und bei trockenem Wetter realisiert man auf einmal, dass man jeden Stein spürt, als ob man barfuß laufen würde.

hiking boot without sole
Hier kam das Ende auf die spektakulärste Art und Weise. Es waren wunderbare Wanderschuhe, die ich gerne trug, wenn es keine zu gefährlichen Arbeiten gab, die unbedingt Sicherheitsschuhe erforderten. Ich trug sie besonders gerne bei einfacheren Arbeiten, wenn ich viel laufen musste. 2011, mitten in Einrichtungsarbeiten zu einer Ausstellung, fielen plötzlich Teile der Sohle ab.

Teilen Sie Bilder Ihrer Arbeitsschuhe mit uns, und schicken Sie sie zusammen mit der dazugehörigen Geschichte an story@museumsprojekte.de!

Übertragung aus dem Englischen ins Deutsche von Brigitte Herrbach-Schmidt.

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Wir basteln uns einen Datenlogger – Die Klimadiagramme unter die Lupe nehmen

Ich bin mir ziemlich sicher, dass Sie alle schon unzählige Male auf Klimagrafiken gestarrt und versucht haben, sich das zu erklären, was Sie da sehen. Wir möchten nun Calc oder Excel dafür verwenden, unser Klima im Lager und/oder in der Ausstellung besser kennen zu lernen und Entscheidungen darüber zu treffen, bei welchen Werten ein zukünftiges Alarmsystem anschlagen soll. Ja, im Moment ist unser Logger nur ein dummes Ding, das in der Ecke sitzt und aufzeichnet, was passiert. Aber wir können ihm beibringen, mit seinen LEDs Warnmeldungen zu blinken, oder wir können ihm einen Piezo-Lautsprecher verpassen, mit dem er einen Warnton ausgeben kann, oder wir können einen anderen Logger bauen, der in der Lage ist, Warnmeldungen über WLAN zu verschicken. Aber Sie erinnern sich an Aesop’s Jungen, der immer vor dem Wolf warnte? Genau, wenn Warnmeldungen zu häufig und ohne ernsthaften Grund kommen, neigen wir dazu, sie zu ignorieren. Deshalb müssen wir zunächst verstehen, was übliches und unübliches Verhalten in unserem Raumklima ist, indem wir unsere Klimadiagramme analysieren.

Das Problem mit festen Warnwerten

Die meisten Geräte mit Alarmfunktion erlauben es uns einen Alarm einzustellen, wenn die Temperatur oder Luftfeuchtigkeit einen gewissen Wert übersteigt oder darunter fällt. Gute, professionelle Geräte besitzen zudem eine einstellbare Funktion, die festlegt, wie häufig ein Wert über- oder unterschritten sein muss, bevor gewarnt wird, um unnötige Alarme durch minimale Überschreitungen und falsche Messungen zu vermeiden.
Das ist gut für Institutionen, die ein sehr stabiles Raumklima haben, wie es zum Beispiel durch Klimaanlagen möglich ist. Hier können wir einen Alarm einstellen, der warnt, wenn die Temperatur unter 19 °C (66 °F) fällt oder über 22 °C (71 °F) ansteigt. Wir können für die Luftfeuchtigkeit einen etwas breiteren Korridor festlegen, der wahrscheinlich irgendwo um die 55% herum liegt. Aber wenn Sie immer noch eine Artikelserie lesen, das sich damit beschäftigt, einen Datenlogger selbst zu bauen, haben Sie vermutlich keine so idealen Bedingungen.
Viel wahrscheinlicher (Achtung, Studenten der Museumskunde/Museologie, hier kommt ein Klimadiagramm aus dem wahren Leben) sieht es irgendwie so aus:

A real-life graph with usual and unusual climate swings.

Ein Klimadiagramm aus dem richtigen Leben mit üblichen und unüblichen Klimaschwankungen.

Es ist nicht so, dass dieses Raumklima nicht problematisch wäre. Aber es gibt darin problematische Dinge und einige Dinge, die einfach „normal“ für diesen nicht idealen Lagerort sind. Zum Beispiel ist es völlig normal, dass die Temperatur in Auf- und Abbewegungen von 17 °C auf 23 °C (62 auf 73 °F) steigt. Eine Warnmeldung bei 22 °C (71 °F) wäre ziemlich sinnlos, da der Raum lediglich eine Heizung besitzt.

Am 2. Mai gibt es plötzlich einen rapiden Anstieg der Luftfeuchtigkeit in nur 35 Minuten:

A sudden rise of relative humidity from under 47% to over 52% within 35 minutes.

A sudden rise of relative humidity from under 47% to over 52% within 35 minutes.


Ironischerweise würde ein normaler Feuchtigkeitsalarm hier aufhören zu alarmieren, da der Wert von einem theoretisch nicht so guten Wert in den Idealbereich wechselt. Aber für den Sammlungsverwalter in einer nicht so idealen Umgebung ist diese Verhalten des Raumklimas definitiv unnormal. jemand hat eventuell die Tür aufgelassen und die feuchte Luft kommt hereingeströmt. Sie möchten überprüfen, was los ist. Doch wie erfahren Sie davon?

Eine Warnung über plötzliche Veränderungen

Wir brauchen ein flexibleres Warnsystem, eines, das uns warnt, wenn sich plötzliche Veränderungen in Temperatur und Feuchte ereignen. Ein einfacher Weg das zu erreichen ist, den aktuellen Messwert vom vorigen Messwert abzuziehen. Wir erhalten einen Wert, der etwas über die Veränderung in der Zeit zwischen zwei Messungen aussagt.

Mit unserem Wissen aus dem vorigen Artikel über die Verwendung von Calc sollten Sie nun in der Lage sein, eine solche Formel zu definieren, die den zweiten Feuchtigkeitswert vom ersten abzieht (Tipp: Die Formel lautet „=C2-C1“) und diese Formel mit der „Füllen“ Funktion auf die ganze Spalte zu übertragen. In Excel ist das übrigens sehr ähnlich.

Subtracting a humidity value from the previous value.

Einen Feuchtigkeitswert vom vorhergehenden abziehen.

Wir erhalten eine Spalte die uns etwas über die Veränderungen über die Zeit sagt. Es ist nun einfach, daraus ein Diagramm zu machen, mit dem wir sehen können, welche Werte ziemlich daneben liegen. Tipp: Sie können die Spalten, die sie für das Diagramm nicht benötigen, über das Kontextmenü ausblenden, bevor sie die Spalten für Ihr Diagramm markieren. Vielleicht nutzen wir dieses Mal auch Punkte statt Linien:

A diagramm of changes.

Ein Diagramm der Veränderungen.

Natürlich konnten Sie die Veränderungen vom ursprünglichen Diagramm ablesen, aber dieses neue Diagramm gibt Ihnen einen besseren Überblick und eine Handhabe zu definieren, über welche Veränderungen Sie wirklich informiert werden möchten. Sie sehen zum Beispiel, dass alles unter 1 wahrscheinlich ziemlch normal ist und zu viele Warnmeldungen produzieren würde, wenn Sie den Warnwert dort ansiedeln. Alles über 1 ist vermutlich etwas, von dem Sie sofort erfahren möchten, nicht erst, wenn der monatliche Klimabericht eintrudelt.

Im wirklichen Leben haben wir diese Form des Finetuning für die Klimawarnungen am TECHNOSEUM verwendet. Es gibt Bereiche mit wohlbekannten Klimaschwankungen und andere, die ein genaueres Hinsehen erfordern. Für die meisten Bereiche bekomme ich eine Warnmail, wenn sich Temperatur oder Feuchte um mehr als 1 Grad innerhalb von 5 Minuten ändert. Wenn die Veränderungen über 3 Grad liegen, bekommen andere Kolleginnen oder Kollegen, die für diesen Bereich verantwortlich sind auch eine Warnung. Das hält mich über die meisten Veränderungen informiert und ich kann entscheiden, ob ich mir das ansehen oder einen Kollegen informieren muss, während die anderen Kollegen meistenteils unbehelligt bleiben, aber trotzdem sofort nach dem Rechten sehen können, wenn etwas ganz schief läuft.

Die langsame, kontinuierliche, böse Veränderung

Das ist schon gut, aber es warnt einen nicht vor einer anderen Sache, die den Sammlungsverwalter ängstigt: die langsame und kontinuierliche Veränderung, hervorgerufen durch eine ausfallende Heizung oder einen Wasserrohrbruch. Um Ihnen zu zeigen, was ich meine, sehen wir uns ein anderes echtes Klimadiagramm an:

A slow and steady rise in humidity.

Eine langsame und kontinuierliche Veränderung der Luftfeuchtigkeit.

Dieser Raum hat eigentlich ein ziemlich stabiles Klima um die 40% relative Luftfeuchtigkeit. Gegen 8 Uhr morgens fängt die Luftfeuchtigkeit langsam an zu steigen. Langsam aber kontinuierlich, bis sie gegen 13:30 Uhr 46,7% erreicht. Kein Ereignis, über das unser Warnsystem uns informiert hätte, da die Veränderungen zwischen zwei Feuchtigkeitswerten sehr gering sind. Wenn wir ein Warnsystem für diese Art von Veränderungen haben wollen, brauchen wir etwas anderes. Wir brauchen eine Warnung vor problematischen Tendenzen.

Wie können wir das erreichen? Wir müssen zunächst einen Zeitraum definieren, der die Grundlage unserer Berechnung bilden soll. Sagen wir 30 Minuten. Wenn wir die Differenzen zwischen den letzten 6 Werten nehmen und durch 5 teilen, bekommen wir einen Wert für die Tendenz. Sie sollten nun in der Lage sein, die Formel dafür zusammen zu stellen. Sie lautet:
=(C2-C1)+(C3-C2)+(C4-C3)+(C5-C4)+(C6-C5)/5
(Wenn C die Spalte mit Feuchtigkeitswerten ist.)

Wenn wir daraus ein Diagramm machen und es mit der ursprünglichen Kurve vergleichen, bekommen wir eine Vorstellung, wie problematische Veränderungen aussehen:

The tendency values against the original curve.

Tendenzwerte verglichen mit der Ursprungskurve.

Wir können daraus ableiten, dass es eine gute Idee sein könnte eine Warnung zu bekommen, wenn der Tendenzwert über 0,5 liegt. Aber noch viel mehr als der Wert für die plötzliche Veränderung hängt das doch sehr von den örtlichen Gegebenheiten ab und kann von überwachtem Raum zu überwachtem Raum unterschiedlich sein. Es könnte weniger ideale Lagerräume geben bei denen man den Wert überhaupt nicht verwenden kann, da das Schwanken der Temperatur- und/oder Feuchtigkeitswerte einfach normal ist und man daran nichts ändern kann. Lassen Sie uns ein Beispiel ansehen, damit klar wird, was ich meine…

Alles zusammengefasst…

Wenn wir uns noch einmal die ersten drei Tage des beängstigenden Klimadiagramms vom Anfang ansehen (Sie können sich hier die kompletten Daten herunterladen), wie würde unser Warnsystem reagieren?

3 Tage im Mai…

Unsere erste Warnmeldung kommt am ersten Mai kurz nach 8, als der langsame Anstieg der Feuchtigkeit zuerst die 0,5 Marke erreicht. Dieser Wert wird den ganzen Vormittag über einige Male erreicht, es wäre also genügend Zeit zu reagieren.

Die erste Warnmeldung kommt um 8:07 Uhr am 1. Mai.

Die nächste Warnung kommt einen Tag später gegen 10 Uhr. Dies ist eine Warnung wegen einer plötzlichen Änderung. Wir sehen dass dieser Warnung 5 Minuten später eine Tendenzwarnung folgt:

Warnung über eine plötzliche Veränderung gefolgt von einer Tendenzwarnung am 2. Mai.

Etwa eineinhalb Stunden später sehen wir einen rapiden Abfall der Luftfeuchtigkeit, als diese sich wieder in Richtung „normal“ bewegt.

Wir sehen wieder eine steigende Tendenz (wenn auch nicht so stark und lang andauernd wie am 1.5.) gegen 16:30 Uhr an diesem Tag, die nächste am Folgetag gegen 10:30 Uhr, die nächste gegen 13 Uhr, die nächste gegen 20 Uhr.

7 Warnmeldungen in 3 Tagen.

In einem Zeitrahmen von lediglich 3 Tagen hatten wir 7 Tendenzwarnungen. Warnungen über rapide Änderungen kamen zweimal. Eine Warnung bei Grenzwertüberschreitung… tja, wenn wir eine Warnung ausgelöst hätten, wenn die Feuchtigkeit über 40% steigt, wäre ab 13:00 Uhr am 1. Mai kontinuierlich gewarnt worden – 5 Stunden nach der ersten Tendenzwarnung.

Wenn dieses Klimadiagramm aus einem Raum mit Klimaanlage stammen würde, hätte ich sicherlich alle 7 Tendenzwarnungen erhalten wollen, denn, ehrlich, das ist KEINE schöne Klimagrafik! Ich würde wahrscheinlich meine Tendenzwarnungen sogar auf 0,2 oder 0,3 setzen. Für einen wohlbekannten, nicht so idealen Lagerbereich… tja, da reicht dann wohl doch die Warnung bei rapiden Veränderungen. Ich werde das deutsche Wetter nicht ändern, möchte aber sehr wohl lecke Dachfenster oder offene Tore bei feuchtem Wetter mitbekommen.

Ich hoffe, Sie hatten Spaß an dieser kleinen Datenanalyse. Ich schon. Wir möchten eventuell unseren Logger auf Grundlage dieser Beobachtungen verbessern…

Weitere Beiträge zu diesem Projekt:

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Quecksilber – eine Geschichte von der Bedeutung einer guten Dokumentation

Es ist eine merkwürdige Sache. Immer einmal taucht das Problem der gefährlichen Substanzen in unseren Sammlungen auf, aber als menschliche Wesen neigen wir dazu, nicht daran zu denken, denn wir sind der Meinung, diese Gefahren gibt es – natürlich – aber wir sind uns sicher, dass wir unsere eigene Sammlung kennen und dass wir auf der sicheren Seite sind, wenn wir uns an unsere Sicherheitsvorschriften halten.
Als bei einer Schadstoffanalyse in einem unserer Depots Quecksilber in der Luft gefunden wurde war ich geschockt und sehr überrascht. Natürlich wusste ich, dass wir in unserer Sammlung Quecksilber hatten. Wir besitzen schließlich eine Sammlung von Thermometern und Quecksilber-Schaltern. Aber bis zu jenem Tag hielt ich unsere Handlungsanweisungen und unsere Vorsichtsmaßnahmen für ausreichend sicher. Dieses Quecksilber war alles gut verwahrt, nicht wahr? Aber wir hatten nicht an andere Quecksilberquellen gedacht, offene Quellen, die sich in unserer Sammlung verbargen.

Offene Quellen entdecken und was man daraus lernt

Musikautomat mit offener Quecksilberquelle im Inneren (entschuldigen Sie die schlechte Bildqualität).

Musikautomat mit offener Quecksilberquelle im Inneren (entschuldigen Sie die schlechte Bildqualität).

Als wir begannen unsere Sammlung mit der Lupe „Quecksilber?“ zu durchsuchen stießen wir auf eine Reihe von Objekten, an die wir nie gedacht hatten. Es kam heraus, dass es einen Musikautomaten gab, der mit Kontakten arbeitete, die in Quecksilberbehälter tauchten. In der Medizinhistorischen Abteilung gab es Geräte, die mit offenem Quecksilber Thrombozyten im Blut messen. Wie klein auch immer, da Quecksilber bei Raumtemperatur verdampft sind auch kleinste Öffnungen ein Problem. Es gab Barometer und selbst Chronometer mit offenen Quecksilberquellen. Es bedurfte einer ziemlichen Anstrengung, heraus zu finden, wo sie alle waren. Und einer noch größeren, um das Quecksilber entweder zu entfernen oder zu versiegeln und die kontaminierten Objekte entsprechend zu beschriften.

Dabei lernten wir eine ganze Menge:

  • Glaube nie, dass Du alles über Deine Sammlung weißt
  • Glaube nie, dass die Richtlinien und Handlungsanweisungen jeden Aspekt abdecken
  • Glaube nie, dass alles in Ordnung ist – und habe ein Auge auf die Forschung

Das Wichtigste aber war die Lektion, die wir über die Bedeutung einer guten Dokumentation lernten – wenn auch auf unbequemem Weg.

Alles Expertenwissen vorhanden – und trotzdem…

Aus der Rückschau sieht man: wenn jemand die Arbeitsweise dieser Objekte gründlich genug studiert hätte, dann hätten er oder sie entdeckt, dass sie Quecksilber brauchten um zu funktionieren. Wir wissen nicht, ob es zum Zeitpunkt der Erwerbung im Museum jemanden gab, der das wusste. Zumindest erwähnte derjenige, der das Objekte inventarisierte das Quecksilber in der Dokumentation und im Katalogeintrag nicht.
Der aus unverbundenen Abschnitten bestehende Arbeitsprozess ist wohl die wirkliche Gesundheitsgefahr! Wenn wir uns die Gegebenheiten in einem klassischen Museum ansehen, dann gibt es unterschiedliche Personen mit unterschiedlichem Wissen, die den Dokumentationsprozess betreiben.
Es sind Leute, deren Fähigkeiten wunderbar zusammenpassen, aber ihr Wissen ist nutzlos, wenn es im Workflow nicht verbunden wird:

Quecksilberkontakte im Innerene des Musikautomaten.

Quecksilberkontakte im Innerene des Musikautomaten.

Der Konservator wusste vielleicht sehr gut, dass Quecksilber nötig war, damit das Objekt funktionierte, aber er machte sich möglicherweise keine Gedanken darüber, dass Quecksilber problematisch ist. Der Restaurator hat auf Grund seine Ausbildung vertieftes Wissen über gefährliche Substanzen, aber nicht über das Objekt und wenn es in gutem Zustand ist, bekommt er es eventuell auch gar nicht zu Gesicht, bevor es eingelagert wird. Aber auch wenn er oder sie es vor der Einlagerung kontrolliert – das Quecksilber kann im Inneren versteckt sein und so realisiert er die Gefahr nicht. Der Sammlungs-Verwalter weiß einiges über gefährliche Substanzen aber nichts über den Gegenstand und wird die Gefahr nicht erkenennen, wenn es sich nicht um eine in seinem Beruf häufige Gefahr handelt (wie bei Arsen bei Tierpräparaten). Der Verantwortliche für die Datenbank weiß zwar, wie man gefährliche Substanzen in der Datenbank auffindbar machen kann und wird vielleicht sogar wissen, wie man sie richtig kennzeichnet, aber auch hier: er oder sie hat keine Kenntnis des Objekts, er oder sie weiß nicht, dass es da ein Problem gibt.
Alle diese Experten arbeiten für die gleiche Institution aber wenn sie das Objekt nicht zusammen bearbeiten und dabei ihr Wissen einbringen, dann können sie sehr leicht eine Gefahr übersehen und Kollegen, spätere Forscher und Besucher einem Gesundheitsrisiko aussetzen.

Die Bedeutung der Fachkenntnis beim Katalogisieren

Es ist offensichtlich, wie gefährlich es ist, wenn die Person, die den Katalogeintrag verfasst
keine in die Tiefe gehenden Kenntnisse der Objekte hat. Es gibt in den Museen die Tendenz zu glauben, dass das Inventarisieren eine Aufgabe sei, die „irgendjemand“ erledigen könne. Wissen ist nicht wichtig, jeder Praktikant kann eine Beschreibung und ein paar Maße herunterklopfen, nicht wahr? Natürlich wissen wir alle, dass das Blödsinn ist, aber dagegen zu halten ist harte Arbeit. Es ist schwer zu vermitteln, welche Schäden es heraufbeschwört, wenn Daten, Maße und Zuordnungen nicht korrekt sind. Bei gefährlichen Substanzen sollte die Gefahr offensichtlich sein: wenn jemand den Katalogeintrag verfasst, der nicht genügend Wissen hat um zu verstehen, wie das Ding funktioniert, wird er vermutlich auch die Gefahrenpunkte übersehen und bringt daher die Kollegen und Besucher in Lebensgefahr.

Wenn der Konservator den Eintrag aus guten Gründen nicht selbst vornehmen kann (und wohlgemerkt: zu faul, zu alt, zu beschäftigt um zu lernen wie das geht ist kein guter Grund, jedenfalls nicht aus meiner Sicht!) dann sollte er sein Wissen zu dem Objekt dem oder derjenigen mitteilen, die den Katalogeintrag dann macht.

Wie man es besser macht

Quecksilberhaltiges Objekt, korrekt nach internationalen Standards beschriftet.

Quecksilberhaltiges Objekt, korrekt nach internationalen Standards beschriftet.

Es gibt einige Dinge, die man tun kann, um unerfreuliche Überraschungen zu vermeiden.:

  1. Wenn ein Objekt erworben wird, sollte man sich mit allen in Verbindung setzten, die in den Erwerbungsprozess eingebunden sind. Alles Expertenwissen an einem Tisch wird es möglich machen, so viel Gefahren als möglich zu entdecken.
  2. Wenn man nur ein EinMann-/ EinFrau-Museum ist, dann sollte man Experten aus der Gegend, aus dem regionalen Museumsverband oder auch internationale Experten über Mailinglisten und Online-Gruppen nach möglichen Gefahrenquellen bei der neuen Erwerbung fragen.
  3. Wenn die Gefahrenquelle neu ist definiert man Sicherheitsvorschriften für Handhabung und Lagerung. Wenn die Gefahr schon länger bekannt ist sollte mach sich vergewissern, dass Handhabung und Lagerung noch dem neuesten Stand der Forschung entsprechen.
  4. In der Datenbank: sicherstellen, dass das gefährliche Material benannt wird. Idealerweise hat man einen Thesaurus gefährlicher Substanzen zur Auswahl, der verlinkt ist mit Sicherheitsvorschriften und korrekten Beschriftungen.
  5. In der Datenbank: sicherstellen, dass ein Objekt mit gefährlichen Substanzen klar von anderen Objekten zu unterscheiden ist, sodass jeder wahrnimmt, dass hier besondere Handhabungs- und Lagerungsbedingungen zu berücksichtigen sind.
  6. Im Depot: gefährliche Substanzen den Internationalen Vorschriften entsprechend beschriften.
  7. Im Depot: gefährliche Substanzen den Internationalen Vorschriften entsprechend lagern. Das kann bedeuten, dass besondere Behältnisse zu verwenden sind oder Räume mit einem Ventilationssystem und deutlich auf dem Behälter angebrachten Anweisungen für die Handhabung.

Leben Sie lange und gesund!
Angela Kipp

Übertragung aus dem Englischen ins Deutsche von Brigitte Herrbach-Schmidt.

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Wir basteln uns einen Datenlogger – Wir Wollen Fahrenheit!

Bisher war diese Anleitung sehr europäisch. Aber Sie möchten Ihre Temperatur ja vielleicht in Fahrenheit angezeigt bekommen. Es gibt zwei Möglichkeiten das zu tun: In der Arduino-Software oder in der Tabellenkalkulation. Weil ich Sie zuletzt beim Tabellenkalkulationsprogramm Calc zurückgelassen habe, machen wir es zunächst hiermit. Die Formel, mit der man Celsius in Fahrenheit umwandelt lautet: die Temperatur in Celsius wird mit 1,8 Mal genommen und dann wird 32 addiert.

In unserem Tabellenkalkulationsprogramm fügen wir eine neue Spalte ein und schreiben die Formel „=D1*1.8 + 32“ für den ersten unserer Temperaturwerte in D1:

The formula for converting Celsius into Fahrenheit.

Die Formel für die Konversion Celsius in Fahrenheit.

Wie letztes Mal möchten wir, dass sich die Formel auf alle unsere Daten bezieht, also schreiben wir das erste und das letzte Feld in unser Adressfeld: „C1:C8484“:

For which cells the formula should apply.

Eintragen für welche Zellen die Formel gelten soll.

Vergessen Sie nicht, die Enter-Taste zu drücken. Jetzt wählen wir wieder „Füllen…“ und „Unten“ in unserem Menü „Bearbeiten“:

Filling the formula into all other fields of this column.

Die Formel auf alle anderen Daten der Spalte übertragen.

Aber unsere Grafik ist immer noch in Celsius? Kein Problem, das ändern wir jetzt. Wir doppelklicken das Diagramm und gehen ins Menü „Format“, in dem wir „Datenbereiche…“ auswählen.

Changing the data range

Den Datenbereich verändern.

Hier können wir Spalten hinzufügen und entfernen. Wenn wir Celsius nicht mehr angezeigt bekommen wollen, klicken wir auf die Spalte D und ändern das D in C in der Formel:

Changing row D to C.

Spalte D in C umwandeln.

Changing row D to C.

Spalte D in C umwandeln.

Wir sehen, dass jetzt statt „Spalte D“ „Spalte C“ angezeigt wird und die Linie im Diagramm nun die Fahrenheit-Werte statt der Celsius-Werte zeigt. Wenn wir die Celsius-Werte auch mit angezeigt bekommen möchten, wählen wir „Y-Werte“, dann „Hinzufügen“ und ändern die „Unbekannte Datenreihe“ in der Formel auf die Spalte mit den Celsius-Werten (D).

Add a row.

Add a row.

Change added row to row D.

Hinzugefügte Spalte in Spalte D ändern.

Übrigens, falls uns die Farbe unserer Linie nicht gefällt, können wir das mit einem Doppelklick auf die Linie ändern:

Changing the color of a line.

Die Farbe einer Linie ändern.

Und wenn wir den Fahreheit-Wert gleich von Anfang an in unserem Arduino-Code ändern möchten? Tja, suchen Sie mal nach der folgenden Zeile:

Und ändern Sie sie zu:

Was? So einfach? Ja. Das „true“ sagt der Bibliothek, dass wir die Temperaturwerte in Fahrenheit möchten. Wenn dieser Parameter nicht gesetzt ist, oder wir dht.readTemperature(false) schreiben, dann bekommen wir die Werte in Celsius. Einfach!

Selbst wenn Sie das in der Software geändert haben, möchten Sie vielleicht die Umrechnungsformeln im Hinterkopf behalten, falls Sie sich mit Partnern in den USA oder anderen Teilen der Welt über Klimadaten austauschen möchten:

Grad Fahrenheit (°F) = Grad Celsius (°C) × 1,8 + 32
Grad Celsius (°C) = (Grad Fahrenheit (°F) − 32) / 1,8

Im nächsten Teil stellen wir noch ein paar andere schöne Dinge mit unseren Daten an, also bleiben Sie dran.
Halten Sie Ihre Klimakurven gerade!

Weitere Beiträge zu diesem Projekt:

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Wir basteln uns einen Datenlogger – Daten verarbeiten mit Microsoft Excel

Im letzten Beitrag habe ich OpenOffice Calc von Apache (https://www.openoffice.org/product/index.html) als Tabellenkalkulationsprogramm empfohlen, aber einige von Ihnen haben wahrscheinlich ohnehin das Office-Paket von Microsoft, deshalb hier das Ganze nochmal in Excel:

Statt „MyLogger.csv“ zu öffnen (was die Daten ziemlich durcheinanderwürfelt), erstellen wir zunächst eine neue Arbeitsmappe. Dann wählen wir das „Daten“ Menü und dort „Aus Text“. Wir wählen unsere Datei aus und klicken auf „Importieren“. Wir wählen „Getrennt“ und dann „Weiter“.

Our csv file in the preview window.

Unsere CSV-Datei im Vorschaufenster.

Im nächsten Dialog können wir auswählen, wie unsere Werte voneinander getrennt sind. In unserem Fall also durch „Komma“.

lala

Wenn wir „Komma“ wählen, sehen wir im Vorschaufenster, wie die Werte getrennt werden.

Nach einem Klick auf „Weiter…“ haben wir die Möglichkeit, für unsere Werte ein Format festzulegen. Auch einfach, dadurch seine Daten durcheinander zu bringen. In den meisten Fällen kann man hier alles auf „Standard“ lassen.

You can choose the format of the data in all the columns seperately.

Man kann für jede Spalte ein eigenes Format auswählen.

Hier kann man sich selbst ein Bein stellen, wenn man mit einem anderen Sprachpaket als dem Englischen arbeitet. Im Deutschen werden die Dezimalstellen durch Komma getrennt, nicht durch den Punkt. Im Deutschen Sprachpaket interpretiert deshalb Excel die Dezimalzahlen nicht als Dezimalzahlen, wenn man den „.“ als Dezimalstellentrenner stehen lässt und macht alle möglichen komischen Dinge mit den Werten, indem es z.B. alles hinter dem Punkt wegfallen lässt oder bei den Diagrammen die Zahlen nicht als Zahlen interpretiert. Man muss also das Dezimaltrennzeichen unter „Weitere…“ von Komma auf Punkt umstellen.

Tweak for decimals in foreign languages.

Umstellen des Dezimaltrennzeichens.

Nach einem Klick auf „Fertig stellen“ kommt noch ein weiterer Dialog, den man einfach mit „OK“ bestätigen kann. Jetzt haben wir unsere Daten in der Tabelle. Wir machen so ziemlich genau so weiter, wie wir es in Calc auch gemacht haben. Wir fügen eine neue Spalte für unseren Datums- und Zeitstempel ein. Den erzeugen wir, indem wir unsere Daten im richtigen Format verketten: Wir setzten den Mauszeiger in A1 und tippen das Gleichheitszeichen „=“ das anzeigt, dass wir eine Formel beginnen. Dann tippen wir das erste Feld „D1“, setzten ein „&“ um es mit dem nächsten benötigten Zeichen zu verketten, das ein Schrägstrich „/“ ist. Wir tippen den Schrägstrich in Anführungszeichen, da unser Programm sonst denkt, dass wir den Wert aus D1 mit etwas dividieren möchten. Wir fügen das nächste Feld, E1, mit einem & an, und so weiter. Nach 6 Feldern, zwei „/“ und zwei „:“ haben wir:
=D1&“/“&E1&“/“&F1&“ „&G1&“:“&H1&“:“&I1
Wenn wir Enter drücken, sollten wir einen schönen, sauberen Datums- und Zeitstempel in A1 sehen:

Our first timestamp.

Einen Zeitstempel aus den Feldern D bis I erzeugen.

Nun möchten wir das natürlich für die gesamte Spalte A. Wir stellen fest, wie viele Zeilen mit Daten wir insgesamt haben, das sind in diesem Fall 8484, bei Ihnen kann das anders sein. Wir gehen in das Adress-Feld und schreiben „A1:A8484“ und drücken Enter. Das sagt Excel, dass wir etwas mit allen A-Feldern von A1 bis A8484 tun möchten. Folgerichtig sind diese jetzt markiert. Jetzt gehen wir in das „Start“ Menü und wählen am äußersten rechten Rand „Füllbereich“. Dort wählen wir „Unten“. Jetzt haben alle unsere Datensätze einen Datums- und Zeitstempel aus ihren Werten in D bis I.

We select all our A fields in the address field and choose the fill option.

Wir wählen alle A-Felder im Adress-Feld aus und füllen sie mit unserer Formel.

Bereit für ein nettes Diagramm? Na dann, los. Sie markieren als erstes die Spalten A bis C, die die Daten enthalten, die wir im Diagramm haben wollen. Dann wählen wir „Diagramm“ in unserem Menü „Einfügen“. Sie können entweder „Empfohlene Diagramm“ wählen oder direkt auf „Linien“ gehen.

Choose your diagramm options.

Auswahl der Diagrammoptionen

Wenn Sie „Linien“ wählen, wird das Diagramm sofort erzeugt, im anderen Fall können Sie sich die Empfehlungen ansehen und damit herumspielen:

Diagramm options.

Diagrammoptionen.

Jetzt haben wir ein schönes Diagramm, das wir vergrößern, verschieben und mit dem wir herumspielen können:

Climate graph ready.

Klimagrafik fertig.

Nun sind Calc- und Excel-Kapitäne auf dem gleichen Stand und wir können ein paar Dinge mit unseren Daten anstellen….

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