Richtig Gefälscht: Auf der Spur eines Kunstfälschers Teil 9

picture: LSU University Art Museum

Die Aliase des Fälschers Mark Augustus Landis:
2009 – Steven Gardiner
2010 – Father Arthur Scott
2011 – Father James Brantley
2012 – Mark Lanois
2013 – Martin Lynley

Der Artikel in The New Yorker ist im August erschienen und ich denke er war gut. Ein Filmteam war letzte Woche letztmals hier und sollte die Landis-Sache bis 2014 unter Dach und Fach haben.

Ich habe mich heute entschlossen meine Funde nochmals durch zu sehen und up-dates mitzuteilen. Wenn es auch unglaublich klingt, nachdem ich eine E-mail an 2 Museumslisten geschickt hatte, bekam ich eine Antwort. Da manche Kollegen anonym bleiben wollen, wenn sie etwa von Landis haben respektiere ich das. So kann ich jetzt berichten, dass ich einen anderen Versuch von Landis gefunden habe, der im Februar 2007 eine Institution in Kalifornien um Informationen zu seiner Genealogie bat, von der er dann einen Ausdruck dem Museum schenke wollte. Allerdings waren es – wen wundert es – nicht existierende Namen! Die Adresse für die Antwort verwies auf eine Stadt hier in Ohio. Der Direktor, der die Mail von Landis erhalten hatte, schickte die Dokumente zurück, und erklärte ihm, dass man nichts über diese Genealogie wisse und seine Schenkung auch nicht akzeptieren könne, da sie nicht dem Sammlungskonzept entspräche. Gut für ihn. Aber es kann natürlich sein, dass Landis sich ihnen inzwischen unter anderem Namen genähert hat, die Institution wusste 2007 nichts von Landis, aber heute weiß sie von ihm und ich weiß, dass sie andere Kollegen gewarnt haben.

Ich sage das alles, um an diesen nun namentlich bekannten Kunstfälscher zu erinnern, der noch immer frei herum läuft, da das was er tut als nicht illegal angesehen wird. Ob er noch immer aktiv ist nach all der Aufmerksamkeit in den Medien oder ob er nur still hält und abwartet, bis er glaubt, wieder anfangen zu können, weiß ich nicht. Aber ich werde – wie bei den beiden Museumslisten – weiterhin seinen wahren Namen und seine Decknamen bekannt machen, wobei der fünfte ziemlich neu ist. Und ich werde die, die diese Serie verfolgen und auch Kollegen, die neu in unserem Beruf sind, bitten, ihre Unterlagen durch zu sehen, Fragen zu stellen und die Informationen weiter zu verbreiten. Damit werden nicht nur mehr Leute auf Landis aufmerksam, sondern sie werden es sich generell zweimal überlegen, ehe sie eine Schenkung annehmen oder etwas erwerben, so wie ich es damals am 7. August 2008 tat und etwas sehr merkwürdiges entdeckte.

Bis bald!
Matt

Übertragung aus dem Englischen ins Deutsche von Brigitte Herrbach-Schmidt

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