FAQ

Häufig gestellte Fragen

Ist dieser Blog nur für Registrare?
Was Eigenschaften braucht man, um ein Registrar zu werden?
Brauche ich besondere Fähigkeiten?
Ich möchte Registrar werden. Wie erreiche ich das?
Sind Sie eine Institution oder so etwas?
Warum Registrar’s Trek? Und warum „the next generation“?


Ist dieser Blog nur für Registrare?

Registrar beim Identifizieren eines Kunstgegenstandes aus Bali. Sharon Steckline.

Registrar beim Identifizieren eines Kunstgegenstandes aus Bali.
Dank an Sharon Steckline für das Bild.

Nein, er richtet sich an alle, die sich für die Arbeit hinter den Kulissen eines Museums interessieren und an jeden, der mit Sammlungsverwaltung zu tun hat.

Der Begriff „Registrar“ ist nicht so eindeutig, wie er es zu sein scheint. Allein in den USA gibt es mindestens zwei Begriffe, die den gleichen oder zwei völlig unterschiedliche Jobs bezeichnen: Registrar und Collection(s) Manager. In manchen Museen kümmert sich der Registrar nur um den Papierkram, während der Collection Manager sich um die praktischen Belange kümmert. In anderen Museen ist der Collection Manager der Chef und der Registrar sein Assistent. Es gibt auch den „Collections Manager and Registrar“. Dann gibt es wieder Museen, in denen ein „Curator of Collections“die Arbeit des Registrars miterledigt…

Wenn das noch nicht genügt hat, um Sie zu verwirren, werfen Sie einen Blick auf Deutschland. Hier haben wir: Registrar, Sammlungsmanager, Sammlungsverwalter, Depotverwalter, Magaziner, Museologe, Leihbüro, Archivar für Sammlungsgüter… und ich bin mir sicher, dass ich ein paar Titel übersehen habe. Alle diese Menschen machen Registrarsarbeit oder sie gehört mit zu ihren Aufgaben.

Also nehmen Sie „Registrar“, so wie der Begriff in diesem Blog verwendet wird, als Sammelbegriff, egal welcher Titel letztendlich im Arbeitsvertrag steht: Menschen, die für die Sicherheit unseres Erbes zuständig sind, sei es nun naturkundlich, naturhistorisch oder naturkulturell. Oder, um es kurz mit den Worten einer sehr geschätzten Kollegin zu sagen:

Wir Registrare/Sammlungskuratoren müssen zusammenhalten!


Was für Eigenschaften braucht man, um ein Registrar zu werden?

Es gibt viele Antworten auf diese Frage. Wie immer kommt es darauf an, welche Aufgaben Sie in Ihrem Museum übernehmen müssen. Aber wenn wir drei Eigenschaften nennen müssten, so wären es detailorientiert, organisiert und diplomatisch.

Deatilorientiert weil Sie für eine Menge Papierkram verantwortlich sein werden und weil der Umgang mit Objekten nicht nur eine ruhige Hand erfordert, sondern auch einen Blick für jede kleine Einzelheit. Organisiert, weil das die Kernaufgabe dieser Arbeit ist. Sie werden Depots einrichten und verwalten, Verpackungen, Transporte, Zeitpläne, ihre Kollegen, ihren Schreibtisch, usw. organisieren müssen. Diplomatisch, weil Sie mit unterschiedlichen Leuten in allen möglichen Situationen zu tun haben werden: Sie werden Spendern erklären müssen, warum ihr Objekt nicht für die Sammlung in Frage kommt, mit Ihrem Direktor über mehr Geld für zusätzliche Archivkartons verhandeln und einen Leihgeber beschwichtigen, wenn seine Leihgabe beim Transport beschädigt wurde. Kurz: Diplomatie und Fingerspitzengefühl sind notwendige Eigenschaften eines Registrars.

Last minute installation

Last-minute-Einsatz: Die Fähigkeit, schon perfekt für die Ausstellungseröffnung gekleidet zu sein und trotzdem noch einen dringend benötigten Werzeugwagen an den Ausstellungstechniker zu liefern.
Dank an Lisa Kay Adam für das Bild


Brauche ich besondere Fähigkeiten?

Oh ja, mit Sicherheit! Als Registrar ist es üblich, dass man viele Aufgaben hat. Die Fälle, in denen man einfach als Registrar arbeitet und für die Sammlungen oder einen bestimmten Teil der Sammlungen zuständig ist, sind auf wenige große Museen beschränkt. Eher üblich sind die Registrararbeiten in kleinen und mittleren Museen: Hier könnten Sie als Ausstellungstechniker, Korrekturleser, Museumspädagoge, Ansprechpartner für Besucherbeschwerden, Kistenbauer, Liegenschaftsverwalter und/oder Kassierer gebraucht werden – natürlich alles neben ihrem normalen Tagesgeschäft als Registrar.  In einigen kleinen Museen ist das Geld so knapp, dass Sie sich eventuell in den Schuhen eines Kurators oder Ausstellungsmachers wiederfinden – und damit vielleicht der einzige Museumsprofi im weiten Umfeld sind.

Je nach Museum werden Sie Fähigkeiten benötigen, über die Sie nie nachgedacht haben. Die deutsche Arbeitsagentur gab jahrelang an, dass in diesem Job Arbeit auf Leitern erforderlich sein kann. Tja, aber an diese Art von Einsatz hatten sie dabei bestimmt nicht gedacht.


Ich möchte Registrar werden. Wie erreiche ich das?

It's a great job... but you might have to do things you never thought of before.

Es ist ein großartiger Job… aber Sie werden vielleicht Dinge tun, an die Sie nie vorher gedacht haben.
Dank an Liz Fuhrman Bragg für das Bild.

Es gibt viele Möglichkeiten, das zu erreichen. Der direkteste Weg mag ein Studium der Museumskunde / Museologie mit dem Studienschwerpunkt Sammlungsmanagement, Inventarisierung und Dokumentation sein, aber es gibt viele andere Wege. Es ist nicht unser Ziel, hier Ratschläge zu geben oder gar Empfehlungen für bestimmte Universitäten oder Kurse auszusprechen. Aber vielleicht sind Sie daran interessiert, wie andere Menschen Registrare wurden:


Sind Sie eine Institution oder so etwas?

Nein, wir sind keine Institution, Universität, privater Museumskundekurs oder etwas in dieser Richtung. Wir sind einfach nur zwei Menschen, non-profit, nicht kommerziell… und begeistert von der Arbeit, die im Allgemeinen in Museen geleistet wird und von Registrarsarbeit im Besonderen. Da wir für den Blog in unserer Freizeit schreiben und ihn auch nur dann pflegen können, kann es vorkommen, dass manche Inhalte einige Zeit nur in einer oder zwei Sprachen verfügbar sind. Also haben Sie bitte ein wenig Geduld mit uns, wir versuchen, dranzubleiben…


Warum Registrar’s Trek? Und warum „the next generation“?

Erinnern Sie sich Star Trek? Raumschiff Enterprise?

“Der Weltraum, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2200. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise, das mit seiner 400 Mann starken Besatzung 5 Jahre unterwegs ist, um fremde Galaxien zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen. Viele Lichtjahre von der Erde entfernt dringt die Enterprise in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.“

Im Englischen Original heißt es „boldly go where no man has gone before“, mutig dorthin gehen, wo niemand zuvor war. Nun, in den USA gibt es Registrare mit dieser Berufsbezeichnung schon seit mindestens 1881 (Museum Registration Methods, 5th Ed., Washington, D.C.: The AAM Press, 2010), die Tätigkeit natürlich schon viel länger. In anderen Ländern setzt sich dagegen die Berufsbezeichnung „Registrar“ erst langsam durch. Von daher können wir uns schon immer noch ein bißchen wie Pioniere fühlen.

Als wir mit diesem Blog begonnen haben, haben Fernando und ich (Angela) entdeckt, dass wir beide Raumschiff Enterprise mögen (ein Fakt, der unglaublich praktisch ist, um Ideen und Konzepte über Sprachbarrieren hinweg zu transportieren). Und wir sind beide zum Teil bei unseren Tätigkeiten damit befasst, zukünftige Registrare auszubilden. Von daher ist der Begriff „The next Generation“, die nächste Generation, nicht nur eine Referenz an Star Trek, sondern auch Ausdruck der Hoffnung, dass dieses Blog eine hilfreiche – und unterhaltsame – Quelle für junge und aufstrebende Registrare sein möge.

This post is also available in: Englisch Spanisch Portugiesisch, Portugal Griechisch

Ein Kommentar

  1. Hola buenos días,quisiera poder saber si ustedes no han propuesto a realizar cursos de capacitacion a personas que trabajan en Museos y que realizan este tipo de trabajo que han sido puestos por que no hay mas personal, son funcionarios Publicos, cooperadores, etc.
    En mi caso soy funcionario Municipal de la Municipalidad de osorno, Chile, estudie Tecnico en Bibliotecologia para bibliotecas privadas y publicas, Universidades publicas y privadas.Al llegar al Museo se me destino como encargado del deposito del Museo Histórico y me dieron la mision de clasificar catalogar y posterior registro de lñas colecciones que cuenta este Museo, que hay desde fosiles, telas, insectos ,coleecion mapuche, ceramica, artefactos antiguos de la epoca, cuadros de pintura,armas etc….. como vera tuve que adecuarme a lo que habia con un pequeño inventario que data de la creacion del Museo y actualizando las colecciones,ahora quisiera poder saber si ustedes pueden realizar algun curso para latinoamerica en este ambito que ustedes estan realizando para poder de esta manera ir aprendiendo nuevas tecnicas, nuevos sistemas , software etc. hay una entidad en españa , la corporacion iberoamerica de españa que relaiza curos para latinoamerica donde uno postula a estos cursos, mire le dejo esta pagina para ver si le interesa http://www.aecid.org.py/ desde ya muchas gracias.

    claudio Lorca
    funcionario encargado deposito

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.