Die Schuhe der Registrare – weitere Gedanken zu professionellem Schuhwerk

Working as a registrar might require unexpected skills: Like being all dressed up for the big opening and still be able to deliver a cart of desperately needed tools to the mount-maker.

Ein Registrar braucht unter Umständen ganz unerwartete Fähigkeiten: in Schale geworfen für die große Ausstellungseröffnung dennoch einen Werkzeugwagen zu den verzweifelt wartenden Kollegen bringen, die noch aufbauen.
Herzlichen Dank an Lisa Kay Adam für das Foto.

Drei Dinge ereigneten sich in den letzten vier Wochen:

  1. Ich bezog ein neues Büro und trennte mich bei der Gelegenheit von meinem allerersten Paar Sicherheitsschuhe.
  2. Meine augenblicklichen Sommer-Sicherheitssandalen starben den unerfreulichen Tod, der alle meine Sicherheitsschuhe erwartet.
  3. Ich las den Artikel zu angemessenem Schuhwerk bei Konferenzen von Janice noch einmal.

Das inspirierte mich, einen Artikel über die Arbeitsschuhe eines Registrars zu schreiben. Es ist das gleiche Problem wie bei den Schuhen für eine Konferenz – nur schlimmer. Als Registrar in einem kleinen Museum muss man in einem Augenblick ganz oben auf der Leiter stehen, um eine Glühbirne zu wechseln, im nächsten Augenblick eine Studentengruppe führen und wieder im nächsten Moment dem Präsidenten der Universität die Hand schütteln.
Als Registrar in einem großen Museum geht es einem nicht wirklich besser. Man muss viele Kilometer durch die langen Gänge laufen, auch hier Leitern ersteigen und wenn man sich im öffentlichen Bereich bewegt sollte man halbwegs präsentabel aussehen.

Jede Aufgabe erfordert eine andere Kleidung und es ist sehr wahrscheinlich, dass man verschiedene Kombinationen im Spint aufbewahrt. Begleitet werden sie von einer Armee von unterschiedlichen Arbeitsschuhen, von den Gummistiefeln für den Wassereinbruch im Keller in jedem Frühjahr bis zu den Stöckelschuhen, die zum Abendkleid für Festlichkeiten passen. Das Waffenlager der männlichen Kollegen mag im Umfang etwas kleiner sein, aber ich kenne keinen Kollegen, der mit nur einem Paar Schuhe auskäme.

There are some advantages of being a collections manager at a science and technology museum.

Sammlungsverwalter in einem Technikmuseum zu sein hat auch seine Vorteile.

Als Sammlungsverwalter in einem Technikmuseum, zu dessen Aufgaben es gehört, die Geschichte der Arbeitsbedingungen zu dokumentieren, geht es mir ein klein wenig besser. Ich beschloss vor langer Zeit, dass ich ein lebendes Beispiel für Arbeitsvorschriften bin, und deshalb trage ich in der Regel Arbeitskleidung, ganz gleich was ansteht (mit einigen wenigen Ausnahmen wie Ausstellungseröffnungen und Vorträge). Allerdings hat das eine Kehrseite:

Da ich meine Sicherheitsschuhe bei der Arbeit eigentlich immer trage, dauert es in der Regel nur ein bis eineinhalb Jahre, bis sie den Geist aufgeben. Das ist ein Problem, denn es ist unglaublich schwer Sicherheitsschuhe in Größe 37 (U.S. Größe 6 ½) zu finden. Meine allerersten Sicherheitsschuhe – die ich gerade aussortiert habe und die nun einer Prüfung unterzogen werden, ob sie in unsere Sammlung von Arbeitskleidung aufgenommen werden können – hatten nur Größe 36 (5 ½), da ich einfach keine Sicherheitsschuhe in meiner Größe auf dem Markt finden konnte. Zwei Jahre lang habe ich in zu kleinen Schuhen gearbeitet. Es waren, nach Aussage einer Freundin „die niedlichsten, kleinen Sicherheitsschuhe, die ich je gesehen habe“. Deshalb: sobald ein Paar anfängt zu schwächeln suche ich verzweifelt nach neuen Schuhen in meiner Größe. Ein anstrengendes Rennen gegen die Zeit.

Diesmal jedoch bleib ich davon verschont: Meine Nichte hat genau die gleiche Schuhgröße wie ich und sie gab mir die Sicherheitsschuhe, die sie für ihre Ferienarbeit bekommen hatte. Da sie letztes Jahr ihr Studium als Grundschullehrerin abgeschlossen hat braucht sie sie nicht mehr.

Bleiben Sie mit beiden Beinen fest auf dem Boden!
Angela

Zu Ihrer Erheiterung: eine Galerie von Schuhen, die in den Sielen starben:

light summer safety shoe
Leichte Sommer-Sicherheitssandalen, 2015 erworben. Die Naht, die Leder und Sohle verbindet öffnetet sich und das Leder riss – die Belastung war an dieser Stelle wohl zu groß, da ich oft auf meinen Zehen stehe. Um es noch schlimmer zu machen: ich brauche oft das Feingefühl der Zehen um am Gabelstapler genau richtig Gas zu geben, wenn ich eine fragile Last bewege. Ein älteres Paar von kräftigeren Sicherheitsschuhen verabschiedete sich auf genau die gleiche Weise, ich glaube das war 2007/2008.

sole of a safety boot
Gewöhnlich enden meine Sicherheitsschuhe aber, weil die Sohle so dünn wird, dass sie Löcher bekommt. Wenn man in einer Wasserpfütze steht macht sich das bemerkbar. Und bei trockenem Wetter realisiert man auf einmal, dass man jeden Stein spürt, als ob man barfuß laufen würde.

hiking boot without sole
Hier kam das Ende auf die spektakulärste Art und Weise. Es waren wunderbare Wanderschuhe, die ich gerne trug, wenn es keine zu gefährlichen Arbeiten gab, die unbedingt Sicherheitsschuhe erforderten. Ich trug sie besonders gerne bei einfacheren Arbeiten, wenn ich viel laufen musste. 2011, mitten in Einrichtungsarbeiten zu einer Ausstellung, fielen plötzlich Teile der Sohle ab.

Teilen Sie Bilder Ihrer Arbeitsschuhe mit uns, und schicken Sie sie zusammen mit der dazugehörigen Geschichte an story@museumsprojekte.de!

Übertragung aus dem Englischen ins Deutsche von Brigitte Herrbach-Schmidt.

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This post is also available in: Englisch

4 Kommentare

  1. Kristi J. Dunn sagt:

    I thoroughly appreciate this article! As the Registrar of a mid-sized museum, I have my everyday wear (nice-ish boots or close-toed shoes, nice pants/jeans, casual but nice shirt), but in my desk drawer and under my desk I have my steel-toed work boots, a pair of black high heel dress boots, a sloppy t-shirt, and a dress jacket. You never know what will happen on any given day!

  2. Hello Angela,
    An interesting article about an important topic and often neglected practice. I more often than not wear my safety shoes as required. My problem is that as they age and breakdown I’m loath to replace them as they have conformed themselves to my feet and are really quite comfortable! My current pair have a crack in them and I’ve tried twice to replace them but have not yet found a pair that work for me. Keep your feet safe!

  3. Evelyn Fidler sagt:

    I am guilty of not wearing the footwear I should and I have yet to buy a pair of safety boots. Anything heavier than a pair of sandals make my feet feel like they are on fire! I do wear rubber boots for certain jobs. One problem Northern Collections Managers have is winter wear, winter boots, inside shoes, rubber boots for the snow melt in late winter. You have guilted me into safety boots though so I had better start hunting for a size 7!

  4. Janice Klein sagt:

    Wonderful article (but of course I already qualify as being more than reasonably interested in foot wear). In my first registrarial job I had one whole drawer of my desk devoted to shoes. While I haven’t struggled with finding work shoes, I did have to think very carefully about what I was wearing while working with a collection that had a major moth infestation (no wool – all synthetics!).

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