Neuer, unbekannter Schädling entdeckt – treffen Sie Vorkehrungen!

Letzte Woche wurden mehrfach neue Schädlinge gesichtete. Besonders die Kollegen aus den USA und aus Deutschland berichteten, dass sie in ihren Ausstellungen und Depots bislang unbekannte Arten von Schädlingen entdeckten. Auch die Administratorin dieser Seiten wurde nicht verschont, wie man auf der Abbildung sieht.

Merkwürdig an diesem neuen Schädling ist, dass er offenbar nur mit Hilfe eines Smartphones oder Tablets entdeckt werden kann und Klebefallen ungehindert überwindet. Museumspests.net listet ihn bislang noch nicht.

Pokemon in the admin's storage area

Pokemon im Depot der Administratorin1

Da die älteren und mittelalten Kollegen keinen Rat wussten, boten die jüngeren Kollegen Hilfe an. Ihnen gelang es, einige Exemplare zu fangen und sie verweisen auf Quellen wie diese, um sie zu identifizieren. Sie scheinen alle zur Familie der Pokemons zu gehören, die eine ganze Reihe unterschiedlicher Arten umfasst. Das hier abgebildete scheint ein „Taubsi“ zu sein.

Bisher wurde nicht von unmittelbaren Gefahren für die Sammlungen berichtet. Aber als Registrare und Sammlungsmanager sind wir auf der Hut! Einige Praktikanten und Studentische Hilfskräfte erklärten, dass die Schädlinge trainiert werden können und dass sie dadurch kräftiger werden – das klingt nicht gut. Darüber hinaus verweisen sie darauf, dass die größere Gefahr von den Trainern ausgehen könnte, die mehr Pokemons einfangen möchten und dabei in Gefahr sind, ihre eigene Sicherheit und die ihrer Umgebung aus dem Auge zu verlieren.

Da wir noch nichts über die Ausbreitung dieses neuen Schädlings wissen, hat Registrar Trek einige Empfehlungen für ein integriertes Pokemon-Bekämpfungskonzept gesammelt:

  • Die Pokemontrainer sind möglicherweise nicht in der Lage, ihre Umgebung vollständig im Blick zu behalten – erinnern sie sie auf angemessene und freundliche Weise daran, dass die Richtlinien des Hauses ein zu halten sind und ebenso die Sicherheitsrichtlinien für Objekte und Besucher.
  • Wenn es größerer Probleme mit den Sammelplätzen dieser Tiere („pokestops“) gibt oder mit den Plätzen an denen sich die Trainer zu Wettkämpfen versammeln („Arenen“), dann kann man das an https://support.pokemongo.nianticlabs.com/hc/en-us/articles/221968408-Reporting-Pok%C3%A9Stop-or-Gym-Issues, melden und die Entfernung dieser Plätze aus dem Spiel beantragen.
  • Wenn sich jetzt vermehrt Leute in der Umgebung des Museums befinden, die keine typischen Museumsbesucher sind, aber doch Personen, die man gerne im Museum hätte – wie wäre es, wenn man mit ihnen sprechen würde um zu erfahren, was sie interessiert und sie einladen herein zu kommen? Man könnte zum Bespiel Pokemontrainern, die zum ersten Mal in ein Museum kommen einen ermäßigten Eintritt anbieten? (Man muss ja nicht, wie bei Pokemon, alle fangen, aber ein paar von ihnen an zu ziehen wäre doch eine gute Idee…).

Wir werden das Phänomen weiter beobachten und Sie an eventuellen weiteren Ideen zur Pokemon-Bekämpfung teilhaben lassen.

Angela

Übertragung aus dem Englischen ins Deutsche von Brigitte Herrbach-Schmidt.

  1. Beachten Sie, dass einige der Kartons auf dem Foto direkt auf dem Boden stehen, wo sie NICHT gelagert werden sollten. Unglücklicher Weise erschien das Pokemon gerade in dem Augenblick, als wir einige Objekte für den Transport vorbereiteten. So sehen Sie auch gleich ein Versagen der Objektverwaltung. Die Kisten müssen IMMER mit Abstand zum Boden gelagert werden, damit weder Wasser noch Füße sie beschädigen.
Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedintumblrmail

This post is also available in: Englisch

3 Kommentare

  1. Sharon McCullar sagt:

    Alert Programming! Vigilant curators, registrars, collections managers, and other behind the scenes staff have noted an uptick in the number of persons keenly interested in photographing artifacts and historic site structures in their quest for these creatures. Encourage „capture“ as long as it is in public areas and not in violation of museum policy and try to engage these Pokemon-hordes in sharing the unique history, art and science they experience while they are in your museum! Online gamers have lots of friends and they like to invite them to play along, repeat visitors Yay!

  2. Iona McCraith, AAO Advisor sagt:

    Serious new pest threatens heritage collections world-wide. Have your pest management program updated.

    • Peter Klein sagt:

      These pests are capable of surviving all environmental controls. Beware! They are often found in packs and love storage facilities. They can be found on all shelving levels. Many infest the exterior of Historic Monuments such as the Columbus Street Watertower. Hordes of followers aare attracted to cemeteries. SURVIVAL IS NOT ASSURED!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.