Unbearbeitete Sammlungen – Letzte Feinjustierungen

desk

Vielleicht fragen Sie sich, wie es dem Buchprojekt zum Thema „Unbearbeitete Sammlungen in den Griff kriegen“ geht. Nun, letzte Woche kamen die Korrekturfahnen, also verbringe ich die meiste freie Zeit damit, Korrektur zu lesen. Ich habe Kontakt aufgenommen zu allen, die Praxisbeispiele und Bilder geliefert haben, damit sie überprüfen können, ob auch alles korrekt ist und die Bildunterschriften stimmen.

Zusätzlich arbeite ich gerade am Index, was gar nicht so einfach ist, wie ich zunächst gedacht habe. Ich nahm an, dass ich mehr oder weniger einen Suchbegriff eingebe, den Computer das Dokument durchsuchen lasse und notiere, auf welcher Seite welcher Suchbegriff auftaucht und das war’s dann. Nun habe ich festgestellt, dass es so eben nicht funktioniert. Meine Erfahrung aus der Dokumentationsarbeit hätte mir das eigentlich sagen müssen… Woran es liegt:

Sagen wir, jemand möchte wissen, ob man etwas zum Thema „deaccessioning“ (entsammeln, Deakzise) im Buch findet. Nun, es gibt da schon eine ganze Menge Seiten, auf denen ich über die Entscheidung, was in der Sammlung verbleiben soll und was nicht schreibe, aber es ist durchaus möglich, dass ich auf diesen Seiten nicht ein einziges Mal den Begriff „deaccessioning“ verwendet habe. Natürlich würde der Computer diese Seiten überspringen. Also muss ich, während ich die Korrekturfahnen durchlese, jene Begriffe notieren, von denen ich glaube, dass sie im Index Sinn machen.

Das mache ich auf veralteten Visitenkarten, die ich nicht weggeworfen habe, weil man nie wissen kann, wann man kleine, stabile Kärtchen braucht, die alle die gleiche Größe haben. Tja, jetzt, 10 Jahre nachdem die Karten nicht mehr aktuell sind, haben sie endlich einen neuen Verwendungszweck gefunden. Ich sortiere die Begriffe in alphabetischer Reihenfolge, so dass ich, wenn ich auf einen Begriff stoße, den ich bereits verwendet habe, einfach die zugehörige Karte suchen und die neue Seitennummer darauf notieren kann. Ich habe mich entschlossen, breit zu sammeln und immer aufzuschreiben, wenn ich mir vorstellen kann, dass ein Begriff hilfreich sein könnte, statt zu stark einzuschränken. Ich werde erst ganz am Ende entscheiden, welche Begriffe es dann endgültig in den Index schaffen. Während „deaccessioning“, „collections policy“ (Sammlungskonzept) oder „cataloging“ (Inventarisierung) es definitiv schaffen werden, bin ich mir bei „Grandmother’s Fixes“ (Großmutters Remedur), „upper management, dealing with“ (Entscheidungsträger, Umgang mit) oder „numbers, spellbound by“ (Nummern, hypnotisiert sein von), nicht ganz so sicher.

Was wirklich interessant ist, ist, dass diese Karten jetzt sogar so etwas wie eine Topographie des Buches abbilden. „Hazards“ (Gefahren, Gefahrstoffe) scheint das wichtigste Thema zu sein mit bis jetzt 12 Erwähnungen und ich bin erst bis zur Hälfte des Buches gekommen. Nun, mal schauen, ob das so bleibt.

Weiter geht’s! Ich muss einen Termin einhalten, damit dieses Buch im Mai erscheinen kann.

Angela

Dieser Beitrag ist auch auf russisch erhältlich, übersetzt von Helena Tomashevskaya.

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This post is also available in: Englisch

4 Kommentare

  1. I ordered my copy last week. Can’t wait for it to arrive!

    • Angela sagt:

      Thanks. I really hope you like it. I feel a special obligation to the readers of this blog as you all supported this project with your comments and support!
      cheers,
      Angela

  2. Anne Lane sagt:

    Angela, I’m afraid that „numbers, spellbound by“ will have to stay. Although perhaps „confounded by“ or „bamfoozled by“ or „head-scratchingly befuddled by“ might also work. Good luck with the „process, unforeseen complications thereof!“
    Anne

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