Archiv für Lagerungslösungen

Tipps und Tricks für die Lagerung von Objekten #reorgtips

Von Simon Lambert

Wir Fachleute für die Sammlungen sind ein kreatives Völkchen. Auf Grund unserer großen Leidenschaft für unseren Beruf lassen wir uns durch beschränkte Ressourcen nicht von unserer Verpflichtung für den Erhalt unserer Sammlungen abbringen und davon, sie der Gesellschaft zugänglich zu machen. Ständig werden in Museen, Bibliotheken und Archiven ganze Berge an innovativen Ideen entwickelt, wie verschiedenen Arten von Objekten am besten zu lagern seien. Trauriger Weise erfährt der Rest der Welt davon nur selten etwas. Dabei gibt es in Ihren Depots Ideen, von denen andere profitieren könnten, wenn sie vor ähnlichen Herausforderungen stehen.

Wenn Sie mit Sammlungen arbeiten, haben Sie oder Ihre Kollegen sicher irgendwann eine Lösung gefunden, auf die Sie besonders stolz sind – egal wie einfach und bescheiden sie sein mag. Sie haben neue Wege gefunden, den vorhandene Platz besser zu nutzen, vorhandene Materialien wieder zu verwenden und die vorhandenen Mittel besonders nutzbringend ein zu setzen. Hier haben Sie nun eine Chance, ihre Ideen mit den Kollegen in aller Welt zu teilen und auch von deren Ideen zu lernen.

Senden Sie uns ein oder zwei Fotos Ihrer Lösung im Bereich der Lagerung mit einem kurzen Satz, der Auskunft gibt

  • Über die Art des Objekts
  • Über das verwendete oder wiederverwendete Material
  • Warum diese System eine Verbesserung darstellt

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Fotos zu teilen

  • Auf der Internationalen Facebook Seite von RE-ORG: http://www.facebook.com/reorgstorage
  • Auf Twitter, Instagramm oder Facebook unter dem Hashtag #reorgtips
  • Mit E-Mail unter: reorgstorage (at) gmail (dot) com

Letzter Termin für Ihre Einsendung ist der 31. März 2016
Die Ergebnisse werden auf einem Tumblr blog geposted und auf der ICCROM Website gehosted.

Wichtiger Hinweise: Wenn Sie Ihre Abbildung schicken bestätigen Sie, dass es Ihre eigenen sind, dass Sie sie übermitteln dürfen und dass sie bereit sind, sie unter der den Vorgaben der Creative-Commons Lizenz (Creative Commons Attribution-NonCommercial 4.0 International licence) mit anderen zu teilen

Hier ein paar Beispiele:

Lagerung von Rudern und Speeren

“Wir passten ein Regalteil an, um unsere Sammlung von Rudern und Speeren zu lagern. Wir brauchen nun weniger Platz und haben Raum für andere Objekte gewonnen”

Masken lagern in einer gebrauchten Transportkiste
“Wir haben große Holzkisten umgenutzt. Wir haben gesicherte Ketten an den Kisten angebracht um die Masken auf zu hängen. Jetzt sind sie vom Boden weg und wir riskieren nicht mehr, darauf zu treten.”
Lagerung von Stiften
“Wir haben in einer Schachtel Kompartimente geschaffen, indem wir Karton wie eine Zieharmonika falteten. Jetzt können wir jeden Stift einfach greifen. Außerdem reiben die Stifte so nicht aneinander.”

Dies ist eine von ICCROM zusammen mit dem Kanadischen Institut für Restaurierung (CCI) auf den Weg gebrachte RE-ORG International Initiative.

Dieser Beitrag ist auch auf Italienisch erhältlich, übersetzt von Marzia Loddo.

Übertragung aus dem Englischen ins Deutsche von Brigitte Herrbach-Schmidt.

Dieser Beitrag ist auch auf russisch erhältlich, übersetzt von Helena Tomashevskaya.

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Lagerungslösungen: Ein Zuhause für den Barcode-Scanner

Motiviert durch die Erfahrungen von Sheila Perry (vgl.: „Wenn es sich bewegt – gibt ihm einen Barcode! „), sind wir im TECHNOSEUM nun dabei, die Verwendung von Barcodes bei der Objektverwaltung ein zu führen. Wir brauchen dazu tragbare Sannner, die vor allen Gefahren, die das Depot eines Technischen Museums bietet, geschützt sein müssen. Wir kauften Standard-Aluminium-Koffer in ROT, so dass man sie leicht findet (die Farbe hat sich bei Klemmmappen und Cuttern schon bewährt). Dann reichte ich die Aufgabe, einen Schutz für Scanner und Zubehör zu finden an meine Hilfskraft Linda weiter. Dies ist das erste Prunkstück, das sie schuf:

scanner

Das Material ist der schwarze Polypropylenschaum, den wir bei Ausstellungen für die Halterung von Objekten verwenden. Man kann erkennen, dass sie sogar kleine Grifflöcher schnitzte, so dass man alles Zubehör, wie USB-Sticks, leicht entnehmen kann. Das sind nun sicher unsere am besten verwahrten Geräte! Inzwischen begann Linda mit der Serienproduktion, denn wir haben noch ein paar Scanner…

Übertragung aus dem Englischen ins Deutsche von Brigitte Herrbach-Schmidt.

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Lagerungslösungen: Alternative für die Lagerung von Buttons

Neulich haben wir die Lagerungslösung für Buttons am MJH vorgestellt. Was aber, wenn man keinen geschickten Restaurator oder Ausstellungstechniker zur Verfügung und selbst keine Zeit für eine so ausgefeilte Lösung hat? Nun, da gibt es noch die Lösung, die uns die Sammlungskuratorin der State Historical Society of North Dakota, Jenny Yearous, eingeschickt hat.

oject in bag

Sie erzählt, wie sie es machen:

card cut to take pinEin Stück Karton wird zugeschnitten, etwas kleiner als der Zip-Beutel, mit schmalen Schlitzen im Karton für die Nadel des Buttons. Auf das Objekt kommt die Katalognummer, ebenso auf den Karton und den Beutel. So können bei einer Ausleihe Objekt und Verpackung später wieder zusammengeführt werden.

drawer1Zwar haben diese Objekte noch keinen Barcode, aber er kann auf dem Beutel angebracht werden. Die Beutel werden stehend in Schubladen und/oder Schachteln aufbewahrt, in numerischer Ordnung nach den Katalognummern. Da sie in Beuteln sind, kann man sie handhaben, ohne dass man sich um Handschuhe kümmern muss. Unter Aufsicht können auch Forscher sie leicht ansehen.

Das ist eine sehr einfache Methode, sie ist preiswert und mit wenig Ausbildung leicht zu machen. Oft lasse ich die Kartons auch schon im Voraus schneiden.“

Danke für diese Lagerungslösung!

Bitte denken Sie daran: wenn Sie eine gute Lagerungslösung gesehen haben, dann informieren Sie uns, indem Sie diesen Beitrag kommentieren oder eine Mail schicken an: story@museumsprojekte.de

Übertragung aus dem Englischen ins Deutsche von Brigitte Herrbach-Schmidt

Dieser Beitrag ist auch auf Italienisch erhältlich, übersetzt von Marzia Loddo und auf Französisch, übersetzt von Marine Martineau.

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Lagerungslösungen: Lagerung der Buttons im MJH

Buttons zu lagern kann kompliziert sein. Man kann sie nicht mit anderen zusammen in einen Zip-Lock-Beutel stecken, das sie dann aneinander reiben. Man kann natürlich jeden einzelnen in einen eigenen kleinen Zip-Lock-Beutel stecken, aber dann rutschen die Beutel in der Schachtel herum und ein einzelne Button ist so nur schwer zu finden. Kürzlich bin ich im Museum of Jewish Heritage in New York auf eine wundervolle Lösung für die Button-Aufbewahrung gestoßen:

Button storage at MJH

Button-Aufbewahrung im MJH

Auf dem Twitteraccount ihrer Registrare, @MJHReg (dem man unbedingt folgen sollte, großartige Sachen und Bilder!), ist das publiziert und ich fragte, ob wir das bei Registrar Trek übernehmen dürften. Associate Registrar Jennifer Roberts antwortete sofort und erteilte die Erlaubnis. Sie sandte auch zusätzliche Abbildungen…

Button storage in the process

Herstellen der Behältnisse

Und sie erklärt, wie sie gemacht wurden:

„Für diese Sammlung macht unsere Restaurator Tabletts aus ph-neutralem Karton und archivtauglichen Klebestreifen, die in eine Standart-Archiv-Schachtel eingesetzt werden. Diese Methode erlaubt es uns, ca. 350 Buttons in einer Archivschachtel unter zu bringen: stabil und gut zugänglich. Um Platz zu sparen, werden Die Buttons nach Größen sortiert und im Augenblick digitalisieren wir die Sammlung, so dass wir Dokumentationsfotos haben, die es uns in Zukunft erleichtern werden, einen bestimmten Button zu finden.“

ButtonsMJH2

Ist das nicht toll? Muss ich auch probieren…

Übertragung aus dem Englischen ins Deutsche von Brigitte Herrbach-Schmidt

Dieser Artikel ist auch auf französisch, übersetzt von Marine Martineau und auf Italienisch, übersetzt von Mazia Loddo.

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